"Liebevolle Rache - Eine Gleichung mit zwei Unbekannten"

Annika Hansen ist eine kontrollierte, rational denkende Krankenschwester, die nicht an Schicksal glaubt. Bis ausgerechnet der Mann, den sie wie keinen anderen hasst, nach einem Motorradunfall auf ihrer Station landet: Thomas Holthusen, verantwortlich für das große Desaster in ihrem Leben. Was für eine wunderbare Gelegenheit, sich an dem hilflosen und völlig ahnungslosen Patienten zu rächen. Da wird er schon mal kurzerhand in die Leichenkammer gesperrt, betäubt, sein Laptop zerstört und zu guter Letzt schiebt sie dem Journalisten auch noch eine uneheliche Tochter unter.
Womit Annika allerdings nicht gerechnet hat, ist sein wachsendes Interesse an ihr und ihre eigenen, ungewohnten und lästigen Emotionen. Er überlebt ihre »Pflege«, doch seine Versuche, Gefühle in ihr zu wecken, scheitern. Als sie selbst zur Patientin wird, wendet sich das Blatt …
 


kostenlose XXL Leseprobe

Das E-Book statt 4,99 jetzt nur 2,99 Euro 

erhältlich bei Amazon und anderen Onlineanbietern, direkt beim Verlag oder Buchläden 

Taschenbuch 12,99 Euro


Zitate aus "Liebevolle Rache - Eine Gleichung mit zwei Unbekannten"

 

Beim Anblick seines verletzten, hilflosen Körpers überkam mich ein ganz eigenartiges, warmes Gefühl der Zufriedenheit.

 

Nachdem ich die Finger einigermaßen sauber hatte, sprühte ich ordentlich Kodan auf die Wunden, trat einen Schritt zurück und zählte bis drei. Bei drei began er loszubrüllen.

 

 „So geht das nicht, Schwester Annika. Könnten Sie zur Abwechslung nicht mal ein bisschen freundlicher gucken? Denken Sie an was Schönes. Wie wär´s mit Ihrem ersten Kuss? Okay, der war wohl nichts. Dann stellen Sie sich einfach vor, Sie würden mir eine riesige Spritze verpassen. Na also, so bleiben!“ (Holthusen will ein Foto von Annika machen)

 

Ich warf einen Blick auf den unter mir schneller keuchenden Holthusen. Mit ihm konnte ich im Moment alles machen, der bekam gar nichts mehr mit. Auf dem Nachttisch lag noch die Heparinspritze.

 

Ich nahm die Schere, beugte mich über ihn und schnitt eine lange, blonde Haartolle ab. Dann begutachtete ich mein Werk. Nein, so war es nicht gerade. Ich schnitt weiter, Stück für Stück, bis seine Haare vorn und an den Seiten ganz kurz waren. Hinten kam ich leider nicht ran.

 

Dabei hatte er keine Ahnung von Physik, konnte gerade das Ohmsche Gesetz wiedergeben. Wiedergeben, nicht erklären. Und die Kirchhoffschen Regeln stellte er wahrscheinlich in die Nähe des Papstes.

 

„Wie konnte ich nur so blind sein? Jetzt weiß ich endlich, wer du bist.“ (Holthusen zu Annika)

 

„Hast du den Lichtschalter gefunden, war da eine Leiche? Ich war mir nicht sicher.“ (Annika zu Holthusen)

 

Anfangs multiplizierte ich noch Zahlen im Kopf, dann ließ ich es, ich war einfach nicht bei der Sache. Er war so raffiniert, so erfahren, seine Hände waren überall und jedes Mal, wenn ich es fast geschafft hatte, mich aus seiner Umarmung zu befreien, fand er einen andern Weg, mich wieder an sich zu ziehen.

 

Ein Geist stand mir gegenüber. Jana. Sie war zurückgekommen, um mich zu warnen. Vor Holthusen.

 

„Jetzt hör mir genau zu, Lockenköpfchen! Ich werde dafür Sorgen, dass du wieder auf die Beine kommst. Und dagegen kannst du nichts machen, gar nichts, weil du nämlich ganz brav auf dem Rücken liegen musst.“ (Holthusen zu Annika)

 

Alles war neu, anders. Als ob ich zum ersten Mal eine schwierige mathematische Gleichung hatte lösen können.

 

„In dich verliebt zu sein, hat irgendwie was Masochistisches. Ich sollte einen Ratgeber schreiben: Wie man es überlebt, Annika Hansen zu lieben.“ (Holthusen zu Annika)