Über mich

 

Ich wurde 1967 in Bremen geboren und habe wohl gleich ziemlich viel vom freien und maritimen Flair der Hansestadt eingeatmet, denn die Neigung zum Fernweh habe ich genau wie die Protagonistinnen meiner Romane.

 

Als Kind hatte ich drei klare Ziele:

Groß werden und lesen lernen.

Als Krankenschwester nach Afrika gehen und Leben retten.

Romane schreiben.

 

Die Bilanz bisher:

Groß werden und lesen lernen - check  

Als Krankenschwester nach Afrika - check (Leben muss ich allerdings noch retten)

Romane schreiben - check  

  

Um mein bevorzugtes Studienobjekt "Mensch" besser verstehen zu können, studierte ich Biologie und Public Health - fand aber, Anatomie und Physiologie erklärten die faszinierend - komplizierten menschlichen Interaktionen viel zu einschichtig. Als Ausgleich zu wissenschaftlichen Texten und Diplomarbeit begann ich, Unterhaltungsromane zu schreiben und stellte fest, dass mir diese Art des Schreibens viel mehr Spaß machte.

 

Ich arbeite heute als Dozentin für Mathematik und Biologie bei einem Bildungsträger in der Nähe von Bremen und bin dankbar für das dort vertretene Potpourri an liebenswerten, klugen, skurrilen, verschrobenen oder finsteren Charakteren - ein echt guter Stoff zum Schreiben.

 

Meine bisherigen "Forschungsergebnisse Mensch" stelle ich in heiteren, spannenden und zugleich berührenden Liebesromanen dar. 

 

Über das Schreiben habe ich in einem kurzen Interview mit Bookshouse gesprochen (Mai  2013)

 

Kannst du dir vorstellen, einmal das Genre zu wechseln? Brodelt vielleicht schon seit Jahren eine Idee in deinem Hinterkopf, die du irgendwann verwirklichen möchtest? Gibt es ein Genre, in dem du niemals schreiben würdest?

 

Ich war selbst erstaunt, dass ausgerechnet ich über Romantik/Liebe/Entwicklung schreibe, denn ich mag weder Kitsch noch allzu viel Romantik. Ich umgehe das Problem dadurch, dass ich viel Humor, Spannung und - ja, manchmal auch berührende Momente einbaue. Wie im Leben.

Klar kann ich mir vorstellen, das Genre zu wechseln. Schreiben ist immer eine Herausforderung und da ich z.B. gerne Krimis lese, werde ich mich bestimmt irgendwann darin versuchen. (Meine Romanfiguren gingen bisher lediglich mit verbalem Beschuss aufeinander los.)

Zum Glück ist Schreiben nicht altersabhängig - ich hoffe, ich habe noch viel Zeit. 

 

Woher holst du deine Ideen für deine Charaktere? Wie planst du sie? Träumst du von ihnen? Gibt es einen Unterschied in der Herangehensweise zwischen den Protagonisten und den Antagonisten? Wer liegt dir eher im Blut? Und weshalb?

 

Es kommt vor, dass ich von Szenen träume, besonders von Dialogen. Da ich mich morgens nicht an alles erinnern kann, habe ich mir angewöhnt, immer einen Notizblock auf dem Nachttisch liegen zu haben (gut,  wenn ich das morgens noch entziffern kann ...).

Leider neigen meine Charaktere dazu, sich früher oder später zu verselbstständigen - sie hören nicht mehr immer auf das, was ich will. Spannend und ärgerlich zugleich.

Am klarsten sehe ich natürlich meine Protagonistin vor mir, ihr Schicksal trägt die Geschichte. Der Antagonist in meinen Romanen ist normalerweise die männliche Hauptfigur. Die Konfrontation der beiden ist die Zugkraft der Geschichte, bestimmt die Dynamik und je stärker bzw. klarer beide sind, desto spannender ist es, über sie zu schreiben. Und zu lesen - hoffe ich.

 

Du darfst dir ein Buch aussuchen, hineinspringen und eine Woche darin verbringen. Welches Buch wäre das? Und warum?

 

Tolle Vorstellung!
 
Also, wenn es nur eines sein darf, dann würde ich im Roman "Stolz und Vorurteil" vorbeisehen. Ich bewundere Jane Austen, der es gelungen ist, mit Elizabeth und Darcy zwei zeitlose Charaktere zu schaffen, an denen - auch nach Jahrhunderten - noch so viele Menschen hängen.
Ich würde sie alle drei gerne kennenlernen.

Wie sah dein erstes Schreibprojekt aus?

 

Mein Großvater war der erste, der von mir etwas zu lesen bekam. Ich war etwa acht und zum Glück nahm er mich ernst, tippte die Kurzgeschichte sogar mit der Schreibmaschine  - so ein riesiges, uraltes Ding - ab. Im Gegenzug gab er mir eine Kurzgeschichte von sich (wir sind beide aus der Familienlinie, die gerne schreibt). Bei ihm ging es um das Erlebnis, zum ersten Mal ein Flugzeug gesehen zu haben - bei mir um einen Hund in der Straßenbahn.

Das Ausdenken von Geschichten fiel mir immer leichter als das Aufschreiben. Zum Glück kann man Schreiben üben und ich habe viel geschrieben. Meine Pubertät habe ich wohl nur überlebt, weil ich stundenlang auf die Schreibmaschine eingehämmert habe. Ich habe auch viele Jahre Tagebuch geschrieben, was meinen Stil sicher beeinflusst hat.